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Schiffe im Zeitenwandel

Beispiele von österreichischen Donauschiffen.

Die Entwicklung der Schifffahrt auf der Donau ist auch untrennbar mit der Geschichte und der Entwicklungsarbeit der Ersten DDSG verbunden. Die Dampfschifffahrt begann mit Schiffen in Holzbauweise, welche aber bald auf den Bau von Eisenschiffen umgestellt wurde. Das im Jahre 1830 erbaute Dampfboot „Franz der I“ trat im selben Jahr die erste Fahrt nach Budapest an. Die Strecke von Wien nach Linz wird mit dem Dampfboot „Maria Anna“ das erste Mal im Jahre 1837 befahren. Bereits 1847 wird ein Schiff in Dienst gestellt, das über 110 Jahre seinen Dienst auf der Donau versah. Die Weiterentwicklungen im Schiffbau ließen größere und schnellere Dampfschiffe entstehen, die in ihrer ausgereiften Form die Fahrgastschiffe „Budapest“, „Schönbrunn“ und „Wien“ hervorbrachten. Den Abschluss im Bau der Dampfschiffe bildete im Jahre 1927 der Zugdampfer Österreich, der mit seinen 1800 PS als stärkstes Zugschiff der Donau galt.
Hinsichtlich des Dampf-Arbeitsvorganges unterschied man drei Typen von Maschinen: die einfache Expansionsmaschine mit einem Dampfzylinder, die zweifach Expansionsmaschine, auch Verbund oder Compound Maschine genannt und die dreifach Expansionsmaschine, auch als Triplex Maschine bezeichnet.
In den 1920er Jahren begann die Zeit der Motorschiffe auf der Donau. Die kostengünstigeren Dieselmotoren setzten sich immer mehr durch und verdrängten die Dampfschiffe zusehends. Einige Zugschiffe der Ersten DDSG wurden auf dieselelektrischen Antrieb umgebaut und blieben noch viele Jahre auf der gesamten Donau im Einsatz. In den Jahre 1938 und 1939 werden die beiden Motorfahrgastschiffe „Stadt Wien“ und „Stadt Passau“ gebaut, sie waren die ersten Passagierschiffe mit dieselelektrischem Antrieb auf der Donau. Die Schiffe wurden mit zwei Sulzer Dieselmotoren ausgerüstet, die zwei Generatoren der Firma Brown Boveri antreiben. Der erzeugte Strom liefert die Energie für zwei Elektromotore, die mit einer Drehzahl von 500 Umdrehungen pro Minute über DEMAG Getriebe mit einer Untersetzung von 10:1 die beiden Schaufelräder antreiben. Bis in die 1970er Jahre bewährte sich der Schaufelradantrieb wegen seines hohen Wirkungsgrades (PS-Leistung zur Angriffsfläche auf das Wasser) auf der Donau viele Jahrzehnte lang. Aufgrund der technischen Weiterentwicklung des Propellerantriebes wurden immer weniger Schiffe mit Schaufelradantrieb eingesetzt, wodurch in heutiger Zeit nur mehr wenige Nostalgieschiffe mit dieser Antriebsform im Einsatz sind. Moderne Donauschiffe nach 1940 wurden mit Propeller und auch Voith Schneider Antrieb, wie das 1965 gebaute Motorfahrgastschiff „Theodor Körner“ ausgestattet.
Die lange beibehaltene Zugschifffahrt, die sehr Personalaufwendig war, wurde in den 1970er Jahren immer mehr von der kostengünstigeren Schubschifffahrt abgelöst. Schubeinheiten setzen sich aus Schubschiffen oder Motorgüterschubschiffen in Verbindung mit unbemannten Schubleichtern oder Bargen zusammen. Die Schubschifffahrt ist mittlerweile zur dominierenden Art der Frachtschifffahrt geworden. Der erste österreichische Schubverband mit dem Schubschiff Linz wurde von der Ersten DDSG im Jahre 1969 in Dienst gestellt.
In den 1980er und 1990er Jahren stieg der Beliebtheitsgrad für Flusskreuzfahrten enorm an. Aus diesem Grunde ließ die Erste DDSG im Jahre 1989 das Kabinenschiff „Mozart“ erbauen. Mit ihren 120,44 Metern Länge und 22,85 Metern Breite sowie 3091 Tonnen Wasserverdrängung galt das Schiff bei seiner Indienststellung als das größte Flusskreuzfahrtschiff der Welt.
Durch die Eröffnung des Rhein-Main-Donaukanals im Jahre 1992 erschlossen sich für die Schifffahrt große neue Möglichkeiten und ließen die großen Ströme Europas zusammenwachsen. Jedoch kann der Kanal nicht von allen Schiffen befahren werden, da festgelegte Größen nicht überschritten werden können. Die maximale Breite von Schiffen die den Kanal passieren wollen ist mit 11,40 Metern festgelegt, die maximale Durchfahrtshöhe beträgt 6 Meter und die Abladetiefe, jener Abstand von der Wasseroberfläche bis zum tiefsten Punkt des beladenen Schiffes, beträgt maximal 2,70 Meter.

 

Beispiele von Dampfschiffen bis 1927:

Baujahr: Schiffsbeschreibung: Darstellung / Bild:
1830
Alle Technischen Angaben beziehen sich auf das Baujahr.
Dampfschiff „Franz I“
Bauwerft: Floridsdorfer Werft in Wien
Länge: 48,00 Meter
Breite: 6,20 Meter
Maschinenleistung: 60 PS / 240 PSI
Maschine: K.A.
Schiffskörper: Holz, ab 1841
Eisen
(Bildquelle: Ungarisches Verkehrsmuseum)
1837
Alle Technischen Angaben beziehen sich auf das Baujahr.
Dampfschiff „Maria Anna“
Bauwerft: Altofen Budapest
Länge: 45 Meter
Breite: 6,70 Meter
Maschinenleistung: 76 PS / 304 PSI
Maschine: Balance Maschine
Schiffskörper: Holz, ab 1844 Eisen
(Bildquelle: K.A.)
1845
Alle Technischen Angaben beziehen sich auf das Baujahr.
DFS „Sophie“ / 1938 DFS „Melk“
Bauwerft: Altofen Budapest
Länge: 69,20 Meter
Breite: 15,16 (7,93) Meter
Maschinenleistung: 150 PS / 680 PSI
Maschine: Oszillierende Dampfmaschine
Schiffskörper: Eisen
(Bildquelle: K.A.)
1851
Alle Technischen Angaben beziehen sich auf das Baujahr.
DFS „Radetzky“
Bauwerft: Altofen Budapest
Länge: 54,25 Meter
Breite: 13,16 (7,01) Meter
Maschinenleistung: 120 PS / 351 PSI
Maschine: Oszillierende Dampfmaschine
Schiffskörper: Eisen
(Bild nach einem Aquarell von Tom Glazar.)
1853
Alle Technischen Angaben beziehen sich auf das Baujahr.
DZS „Johann Baptist“
Bauwerft Altofen Budapest
Länge: 64,08 Meter
Breite: 16,59 (9,14) Meter
Maschinenleistung: 300 PS / 501 PSI
Maschine: Balance Maschine
Schiffskörper: Eisen
(Bild nach einem Aquarell von Tom Glazar.)
1884
Alle Technischen Angaben beziehen sich auf das Baujahr.
DFS „Leda“
Bauwerft: Altofen Budapest
Länge: 55,47 Meter
Breite: 10,97 (5,49) Meter
Maschinenleistung: 75 PS / 380 PSI
Maschine: Oszillierende Dampfmaschine
Schiffskörper: Eisen
(Bildquelle: Erste DDSG)
1905
Alle Technischen Angaben beziehen sich auf das Baujahr.
DFS „Hebe“
Bauwerft: Altofen Budapest
Länge: 56 Meter
Breite: 12 (6,20) Meter
Maschinenleistung: 515 PSI
Maschine: Oszillierende Dampfmaschine
Schiffskörper: Eisen
(Bildquelle: Erste DDSG)
1910
Alle Technischen Angaben beziehen sich auf das Baujahr.
DZS „Samson“
Bauwerft: Altofen Budapest
Länge: 62,00 Meter
Breite: 16,58 (8,50) Meter
Maschinenleistung: 800 PSI
Maschine: Diagonal Triplex Dampfmaschine
Schiffskörper: Eisen
(Bild nach einem Aquarell von Tom Glazar.)
1912
Alle Technischen Angaben beziehen sich auf das Baujahr.
DFS „Schönbrunn“
Bauwerft: Budapest
Länge: 70,00 Meter
Breite: 15,80 (8,00) Meter
Maschinenleistung: 710 PSI
Maschine: Compound Maschine (liegend)
Schiffskörper: Eisen
(Bildquelle: Erste DDSG)
1927
Alle Technischen Angaben beziehen sich auf das Baujahr.
DZS „Österreich
Bauwerft: Budapest
Länge: 70,20 Meter
Breite: 21,50 (9,00) Meter
Maschinenleistung: 1800 PS
Maschine: Compound Maschine (liegend)
Schiffskörper: Eisen
(Bildquelle: Erste DDSG)

Beispiele von Motorschiffen bis 1990:

Baujahr: Schiffsbeschreibung: Darstellung / Bild:
1912
Alle Technischen Angaben beziehen sich auf das Baujahr.
MGS „Bolinder“
Bauwerft: Ubigau Regensburg
Länge: 60,00 Meter
Breite: 8,10 Meter
Maschinenleistung: 2 x 200 PS
Maschine: Bolinder Glühkopfmotoren
(Bildquelle: Erste DDSG)
1937
Alle Technischen Angaben beziehen sich auf das Baujahr.
MGS „Prinz Eugen“
Bauwerft: Schiffswerft Korneuburg
Länge: 63,80 Meter
Breite: 8,62 Meter
Maschinenleistung: 2 x 350 PS
Maschine: Fiat, 5 Zylinder 2 Takt Dieselmaschinen
(Bildquelle: Erste DDSG
1939
Alle Technischen Angaben beziehen sich auf das Baujahr.
MFS „Stadt Wien“
Bauwerft: Schiffswerft Korneuburg
Länge: 76,00 Meter
Breite: 16,20 (8,40) Meter
Maschinenleistung: 2 x 460 PS
Maschine: Sulzer, 8 Zylinder 4 Takt Dieselmaschinen
(Bildquelle: Erste DDSG)
1943
Alle Technischen Angaben beziehen sich auf das Baujahr.
MZS „Langegg“
Bauwerft: Schiffswerft Linz
Länge: 58,00 Meter
Breite: 17,26 (7,60) Meter
Maschinenleistung: 2 x 750 PS
Maschine: Deutz, 6 Zylinder 4 Takt Dieselmaschinen
(Bildquelle: Erste DDSG)
1957
Alle Technischen Angaben beziehen sich auf das Baujahr.
MFS „Kriemhild“
Bauwerft: Schiffswerft Korneuburg
Länge: 21,50 Meter
Breite: 3,75 Meter
Maschinenleistung: 2 x 150 PS
Maschine: MAN, 8 Zylinder 4 Takt Dieselmaschinen
(Bildquelle: Erste DDSG)
1961
Alle Technischen Angaben beziehen sich auf das Baujahr.
MZS „Thaya“
Bauwerft: Schiffswerft Korneuburg
Länge: 51,43 Meter
Breite: 7,51 Meter
Maschinenleistung: 2 x 500 PS
Maschine: Deutz, 6 Zylinder 4 Takt Dieselmaschinen
(Bild nach einem Aquarell von Tom Glazar.)
1965
Alle Technischen Angaben beziehen sich auf das Baujahr.
MFS „Theodor Körner“
Bauwerft: Schiffswerft Korneuburg
Länge: 82,97 Meter
Breite: 15,98 (9,20) Meter
Maschinenleistung: 2 x 1050 PS
Maschine: Deutz, 12 Zylinder 4 Takt Dieselmaschinen
(Bildquelle: Sonnburg, Gerhard Weckauf)
1966
Alle Technischen Angaben beziehen sich auf das Baujahr.
MZS „Krems“
Bauwerft: Schiffswerft Korneuburg
Länge: 53,34 Meter
Breite: 8,72 Meter
Maschinenleistung: 2 x 750 PS
Maschine: Deutz, 6 Zylinder 4 Takt Dieselmaschinen
(Bildquelle: Erste DDSG)
1969
Alle Technischen Angaben beziehen sich auf das Baujahr.
MSS „Linz“
Bauwerft: Schiffswerft Linz
Länge: 35,80 Meter
Breite: 10,65 Meter
Maschinenleistung: 2 x 1100 PS
Maschine: Deutz, 8 Zylinder 4 Takt Dieselmaschinen
(Bildquelle: Sonnburg, Gerhard Weckauf)
1970
Alle Technischen Angaben beziehen sich auf das Baujahr.
MFS „Austria“
Bauwerft: Schiffswerft Korneuburg
Länge: 56,10 Meter
Breite: 11,60 (9,20) Meter
Maschinenleistung: 2 x 515 PS
Maschine: Deutz, 12 Zylinder 4 Takt Dieselmaschinen
(Bildquelle: Erste DDSG)
1970
Alle Technischen Angaben beziehen sich auf das Baujahr.
MGS „Laxenburg“
Bauwerft: Schiffswerft Linz
Länge: 80,00 Meter
Breite: 9,55 Meter
Maschinenleistung: 1 x 1250 PS
Maschine: Deutz, 8 Zylinder 4 Takt Dieselmaschine
(Bildquelle: Erste DDSG)
1973
Alle Technischen Angaben beziehen sich auf das Baujahr.
MGSS „Korneuburg“
Bauwerft: Schiffswerft Linz
Länge: 80,80 Meter
Breite: 9,53 ;Meter
Maschinenleistung: 1 x 1350 PS
Maschine: Deutz, 8 Zylinder 4 Takt Dieselmaschine
(Bildquelle: Erste DDSG)
1974
Alle Technischen Angaben beziehen sich auf das Baujahr.
MGSS „Dürnstein“
Bauwerft: Schiffswerft Linz
Länge: 87,60 Meter
Breite: 11,40 Meter
Maschinenleistung: 2 x 750 PS
Maschine: MWM, 6 Zylinder 4 Takt Dieselmaschinen
(Bildquelle: Erste DDSG)
1975
Alle Technischen Angaben beziehen sich auf das Baujahr.
MFS „Wachau“
Bauwerft: Schiffswerft Korneuburg
Länge: 62,70 Meter
Breite: 11,60 Meter
Maschinenleistung: 2 x 515 PS
Maschine: Deutz, 12 Zylinder 4 Takt Dieselmaschinen
(Bildquelle: Sonnburg, Gerhard Weckauf)
1979
Alle Technischen Angaben beziehen sich auf das Baujahr.
MFS „Vindobona“
Bauwerft: Schiffswerft Linz
Länge: 39,24 Meter
Breite: 8,45 Meter
Maschinenleistung: 2 X 380 PS
Maschine: Deutz, 8 Zylinder 4Takt Dieselmaschinen
(Bildquelle: Sonnburg, Gerhard Weckauf)
1987
Alle Technischen Angaben beziehen sich auf das Baujahr.
MFS „Mozart“
Bauwerft: Werft Deggendorf
Länge: 120,44 Meter
Breite: 22,85 Meter
Maschinenleistung: 2 x 1610 PS
Maschine: MAN DWE Dieselmaschinen
(Bildquelle: Sonnburg, Gerhard Weckauf)

DFS Schönbrunn um 1980:

Der Dampfer „Schönbrunn“ beim Passagierwechsel in Dürnstein.
(Bildquelle: Sonnburg, Gerhard Weckauf)
Blick in den Maschinenraum mit Teilansicht der Compound Maschine (liegend).
(Bildquelle: Sonnburg, Gerhard Weckauf)
Die ölbefeuerten Kessel des Dampfschiffes „Schönbrunn“ in vollem Betrieb.
(Bildquelle: Sonnburg, Gerhard Weckauf)

MFS Stadt Passau um 1980:

Das Motorfahrgastschiff „Stadt Passau“ an der Anlegestelle Wien Praterkai.
(Bildquelle: Sonnburg, Gerhard Weckauf)
Das Motorfahrgastschiff „Stadt Passau“ an der Anlegestelle Wien Praterkai.
(Bildquelle: Sonnburg, Gerhard Weckauf)
Das Motorfahrgastschiff „Stadt Passau“ in der Bergfahrt bei Spitz.
(Bildquelle: Sonnburg, Gerhard Weckauf)

MFS Stadt Wien um 1980:

Das Motorfahrgastschiff „Stadt Wien“ an der Anlegestelle Wien Praterkai.
(Bildquelle: Sonnburg, Gerhard Weckauf)
Innenansicht der „Stadt Wien“ mit Blick in den vorderen Speisesalon.
(Bildquelle: Sonnburg, Gerhard Weckauf)
Innenansicht der „Stadt Wien“ mit Blick in den Maschinenraum.
(Bildquelle: Sonnburg, Gerhard Weckauf)

MFS Wachau um 1980:

Das Motorfahrgastschiff „Wachau“ an seiner Anlegestelle im Melker Altarm.
(Bildquelle: Sonnburg, Gerhard Weckauf)
Innenansicht der „Wachau“ mit einem Teilbereich des Oberdecks in seiner ursprünglichen Ausstattung.
(Bildquelle: Sonnburg, Gerhard Weckauf)
Innenansicht der „Wachau“ mit Blick in den vorderen Speisesalon in seiner ursprünglichen Ausstattung.
(Bildquelle: Sonnburg, Gerhard Weckauf)

MFS Mozart von 1987:

Das Kabinenschiff „Mozart“ im Indienststellungsjahr des Schiffes 1987 mit ihrem Kapitän in Wien.
(Bildquelle: Erste DDSG)
Das Kabinenschiff „Mozart“ im Indienststellungsjahr des Schiffes 1987 auf einer Fahrt durch die Wachau.
(Bildquelle: Erste DDSG)
Das Kabinenschiff „Mozart“ im Indienststellungsjahr des Schiffes 1987 mit Schiffsstempeln der DDSG.
(Bildquelle: Erste DDSG)

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