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Anfänge der Donauschifffahrt

Vom Römerschiff zum Treidelzug.

Bereits lange vor unserer Zeitrechnung wurde Schifffahrt auf der Donau betrieben. In der Zeit der Römer bildete der Fluss die Reichsgrenze des Imperiums gegen die nördlich der Donau ansässigen Völker. Die Donau stellte für die Römer die Verbindung zwischen Ost und West dar und ihre Schiffe dienten zum raschen Transport von Truppen und Waren. In der Zeit des Mittelalters war der österreichische als auch der bayerische Donauraum ein Zentrum des Handels. Dies bildete die Voraussetzung um wohlhabende und bedeutende Städte entlang des Flusses entstehen zu lassen. Die ausschließlich aus Holz gebauten Schiffe jener Zeit wurden durch die Strömung, aber auch durch Ruder- und Segelanwendung stromabwärts gefahren. In der Aufwendigen Fahrt gegen die Strömung wurden die Schiffe von Pferden, die auf so genannten Leinpfaden geführt wurden, die Donau aufwärts gezogen. Diese Methode der Fortbewegung nannte man „Treideln“. Aus diesem Wort entstand die Bezeichnung der heutigen Wege neben der Donau, die den Namen „Treppelweg“ tragen.

 

Bilder zu den Anfängen der Donauschifffahrt:

Nachbau eines römischen Kriegsschiffes wie sie auch auf der Donau üblich waren in einer Präsentation bei der NÖ Landesausstellung in Carnuntum 2011.
(Bildquelle: Sonnburg, Gerhard Weckauf)
Modell eines römischen Handelsschiffes auf der Donau. Das Modell ist ein Ausstellungsstück des Schifffahrtsmuseums in Spitz.
(Bildquelle: Sonnburg, Gerhard Weckauf)
Das Modell der Zivilstadt Carnuntum aus dem gleichnamigen Freilichtmuseum. Die Stadt lag direkt an der Donau und hatte cirka 50.000 Einwohner.
(Bildquelle: Sonnburg, Gerhard Weckauf)
Die Errichtung eines befestigten Standlagers im Jahre 40 nach Christus, durch die Legion XV Apollinaris bildete den Grundstein für die Entwicklung der späteren Metropole Carnuntum.
(Bildquelle: Sonnburg, Gerhard Weckauf)
Die Porträtbüste des Kaisers Marc Aurel der in den Jahren 171 bis 173 das Kommando im Kriege gegen Markomannen, Quaden und Sarmaten hatte und mit seinem Hofstaat in Carnuntum verweilte.
(Bildquelle: Sonnburg, Gerhard Weckauf)
Das Heidentor, das unter Kaiser Constantius II um das Jahr 360 als Triumphalmonument nach der Wiederherstellung der Reichsgrenze errichtet wurde, ist heute ein Wahrzeichen der Region.
(Bildquelle: Sonnburg, Gerhard Weckauf)
Einblicke in die Tage der Römer und der Schifffahrt auf der Donau zeigt auch dieses Diorama mit Flussschiffen aus dem Römermuseum Tulln.
(Bildquelle: Sonnburg, Gerhard Weckauf)
Das römische Kastell „Castra Batava, eine Darstellung aus dem Museum in der Veste Oberhaus, wurde als Teil der Limesbefestigung im heutigen Passau errichtet.
(Bildquelle: Sonnburg, Gerhard Weckauf)
Die Marmorfigur des Flussgottes, die cirka 200 Jahre nach Christus entstand ist ein Ausstellungsstück aus dem Museum Bad Deutsch Altenburg.
(Bildquelle: Sonnburg, Gerhard Weckauf)
Dürnstein, hier auf einem mittelalterlichen Modell aus dem Stift, war bereits in der Bronzezeit besiedelt. Um 1150 legte der Kuenringer Albero III die Burg an, wo auch Richard Löwenherz gefangen war.
(Bildquelle: Sonnburg, Gerhard Weckauf)
Mittelalterliche Häuser der alten Schifferstadt Krems. Durch den Donauuferhandel in der Mitte des 12. Jahrhunderts war ihre wirtschaftliche Stellung so groß, dass sie sogar in der Weltkarte des Arabers Idrisi genannt wird.
(Bildquelle: Sonnburg, Gerhard Weckauf
Sowohl die Orte und Menschen an der Donau als auch die Schifffahrt hatten immer wieder mit den ausufernden Wassermassen des Stromes zu kämpfen. Dieses Steinrelief zeigt eine historische Hochwasserhöhe in Stein an der Donau.
(Bildquelle: Sonnburg, Gerhard Weckauf)
In Melk, das erstmals 831 erwähnt wird, finden wir diese Steintafel mit einem Vers aus dem Nibelungenlied. Der Sage nach überquerten die Burgunder auf ihren Weg zu König Attila oberhalb der heutigen Stadt die Donau.
(Bildquelle: Sonnburg, Gerhard Weckauf)
Teilansicht des Nibelungenlied Verses an einem Haus in der Kremser Straße in Melk. Der Flussabschnitt oberhalb der Stadt erhielt durch diese Geschichte den Namen Nibelungengau.
(Bildquelle: Sonnburg, Gerhard Weckauf)
Von der 300 Meter hoch gelegenen Burg Aggstein, die ihren Ursprung im 12. Jahrhundert hat, wurde die Donau mit Ketten gesperrt um von vorbeifahrenden Schiffen Wegzoll zu verlangen.
(Bildquelle: Sonnburg, Gerhard Weckauf
Das Bild zeigt ein Modell des barocken Prunkschiffes von Kaiser Karl VI. aus dem Jahre 1731 im Schifffahrtsmuseum Spitz. Das Gransel des Schiffes wird von einem großen Widderkopf geziert, dass auf das Glückssymbol des Goldenen Vlies zurückgeht.
(Bildquelle: Sonnburg, Gerhard Weckauf)
In den Jahren 1777 bis 1791 begann die erste große Regulierung des gefährlichen Strudels bei Grein. Das Bild zeigt ein Modell eines Arbeitsschiffes im Museum Spitz. Die Regulierung fand nach Plänen von Fischer von Erlach statt.
(Bildquelle: Sonnburg,
Schiffsmühlen wie dieser Nachbau aus den Jahren 1998 bis 2001 in Orth an der Donau gab es in den vergangenen Jahrhunderten viele. Heute ist sie die letzte aktive Donaumühle. Das Wasserrad und das Mühlhaus sind auf zwei Schiffen aufgebaut.
(Bildquelle: Sonnburg, Gerhard Weckauf
Die Ausschnittfotografie eines Gemäldes von Friedrich Gauermann mit dem Titel „Ein Schiffszug auf der Donau“ zeigt uns das für Schiffsleute und Pferde mühevolle und gefährliche Ziehen der Schiffe gegen den Strom, das man auch Treideln nannte.
(Bildquelle: Sonnburg, Gerhard Weckauf)
Zum Transport gegen den Strom, wurden mehrere beladene Schiffe zusammengehängt und bis in das 14. Jahrhundert von Menschen und später von Pferden gezogen. Bei guten Bedingungen schaffte man bis zu 30 Kilometer am Tag. Das lebensgroße Modell ist im Museum Spitz zu sehen.
(Bildquelle: Sonnburg, Gerhard Weckauf)
Das Bild eines Modells aus dem Schifffahrtsmuseum Spitz zeigt den Bug einer „Stockplätte“. Die Schiffe waren zur Gänze aus Holz, hatten einen flachen Boden und auf beiden Enden zwei Ruder. Sie waren bis zu 35 Meter lang und trugen mindestens 200 Tonnen an Ladung.
(Bildquelle: Sonnburg, Gerhard Weckauf)
Der älteste Schiffsfund an der oberen Donau ist vermutlich ein „Trauner“ und wurde 1975 bei der Erbauung des Kraftwerkes Altenwörth gefunden. Es ist heute im Museum Spitz zu sehen und ist der Schätzung um das Jahr 1810 gesunken.
(Bildquelle: Sonnburg, Gerhard Weckauf
Hier sind Teile der Ladung des Schiffsfundes von Altenwörth zu sehen. Das etwa 15 Meter lange Schiff war mit 50 Bündeln Bleche zu je 30 Kilogramm, 100 Säbelklingen, Bandeisen, Fässern mit Nägeln und verschiedenen Werkzeugen beladen.
(Bildquelle: Sonnburg, Gerhard Weckauf)
Ein „Trauner“ mit Ladung und Besatzung als Modell in Spitz. Solche Schiffe zählten zu den gebräuchlichsten Warenschiffstypen auf der Donau. Der Heckbereich war überdacht und diente als Raum für die Besatzung oder für wertvollere Ladung wie Salz oder Getreide.
(Bildquelle: Sonnburg, Gerhard Weckauf)

Großer Schiffszug auf der Donau:

Zum Transport von beladen Schiffen wurden mehrere von diesen zusammengehängt und bis in das 14. Jahrhundert von Menschen und später von bis zu 60 Pferden gezogen. Die Ladung dieser Schiffszüge schwankte von 200 bis 500 Tonnen. Bei guten Bedingungen schaffte man maximal 30 Kilometer am Tag. Bei einem großen Zug waren bis zu 60 Schiffleute und Schiffreiter beschäftigt, stark aufgegliedert nach Funktion und Rang.

Großer Schiffszug auf der Donau in Bildern:

Großer Schiffszug auf der Donau im Detail:

Das Bild zeigt einen großen Schiffszug (Gegenzug) auf der Donau. Solche Schiffszüge, die mit bis zu 60 Pferden gezogen wurden, versahen bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts den Güterverkehr von Ungarn nach Österreich und Bayern. Die drei Hauptschiffe „Hohenau“ „Nebenbei“ und „Schwemmer“ führten die Ladung. Das Bild entstand aus einem Foto nach Motiven von Hans G. Prager aus dem Jahre 1970. (Bildquelle: Sonnburg, Gerhard Weckauf)

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